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Küchenlöschanlagen mit
Wassernebel |
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Küchenbrände - Fettbrände |
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Auch bei sorgfältigster Handhabung
stellt der Umgang mit Fettback- und Siedefettgeräten eine erhöhtes
Brandrisiko in einer Küche dar.
Deshalb schreibt der Gesetzgeber für diese Anwendungen, bei Fettvolumen
über 50 Liter, das Vorhalten spezieller Löschanlagen vor.
Dies ist speziell in der Berufsgenossenschaftlichen Regel BGR 111
(Arbeiten in Küchenbetrieben) und in der Berufsgenossenschaftlichen
Arbeitssicherheits-Information ASI 2.15.1 (Fettbackgeräte und
Friteusen) formuliert. |
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Die Entzündung von Fritierfetten
in Küchenfriteusen kann zu Großbränden mit hohen Folgeschäden
führen. Die meisten Brände entstehen entweder als Folge
einer Selbstentzündung der Fette in der Friteuse aufgrund defekter
Ölthermostaten oder durch eine Zunahme ungesättigter Fettsäuren,
die eine Absenkung des Flammpunktes und der Selbstentzündungstemperatur
zur Folge haben. |
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Wasser in seiner konventionellen Form ist
für die Kontrolle derartiger Brände als Löschmittel
nicht geeignet. Es ist sogar extrem gefährlich, weil das Eintreten
von Wasser in das Fett und die damit verbundene Ausdehnung des Wassers
zu Dampf zu einer "Fettexplosion" führt.
Dies wiederum hat eine unmittelbare Ausweitung des Brandes mit verheerenderen
Konsequenzen zur Folge. |
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Dieser Effekt wird bei den
Wassernebel- Löschsystemen vermieden, da Wasser in zerstäubter
Form nur auf die Oberfläche des Öls gelangt. Dadurch werden
nur geringe Mengen an Wasser mit dem Fett oder Öl in Berührung
gebracht, so dass keine der oben beschriebenen Reaktionen auftreten
können.
Die spezifischen Löscheffekte von Wassernebel- Löschsystemen
führen zu einem schnellen Ersticken des Feuers, im Regelfall
innerhalb weniger Sekunden, und einem raschen Abkühlen der Oberfläche
des Öls sowie der Oberflächen von Metallteilen in der Umgebung.
Diese schnelle Kühlung des Öls und der Geräte verhindert
eine Rückzündung der Friteuse. Da diese Löschsysteme
im Küchenbereich mit reinem Wasser arbeiten, kommt es nicht zu
einer starken Verschmutzung der Bereiche. Dadurch reduziert sich die
Stillstandzeit nach einem Brand und ermöglicht schon nach kurzer
Zeit wieder einen normalen Arbeitsablauf. Eine potentielle Fehlauslösung
ist nicht länger bedrohlich, weil das reine Wasser das Öl
und die Geräte nicht kontaminiert bzw. beschädigt. Anders
ist es, wenn Systeme eingesetzt werden, die chemischen Schaum oder
Pulver benutzen. |
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Schutz Ihrer Küchenbereiche
Da es sich bei den Löschanlagen für Küchenbereiche
um räumlich begrenzte Objektschutzanlagen handelt, ist auch die
Installation mit relativ wenig Aufwand zu betreiben:
So ist z. B. zum Objektschutz einer Küche lediglich eine Flaschenanlage
bestehend aus einer Wasser- und einer Stickstoffflasche erforderlich,
welche mit zwei oder mehr Löschdüsen den gesamten Arbeitsbereich
der Küchengeräte, einschließlich des Siedefettgeräts
abdecken.
Sie liefern eine begrenzte Wassermenge und sind für kleinere
Anwendungen kostengünstiger als Systeme mit Löschwasserpumpen.
Der Betriebsdruck beträgt anfangs 200 bar, wobei dieser Druck
kontinuierlich mit Entleerung der Druckflasche abfällt.
Küchenlöschanlagen sind in der Regel als automatische "Naß-
Systeme" ausgelegt.
Das unter Druck stehende Rohrleitungssystem ist mit einem Differenzdruckventil,
an der Hauptflasche (Stickstoff Flasche) verbunden. Durch Bersten
eines Glasfasses wird das System aktiviert. Dies führt zu einer
Senkung des Kontrolldruckes in der Rohrleitung. Dadurch öffnet
das Differenzdruckventil. Die Hauptflasche aktiviert die Wasserflasche.
Da beim Einsatz einer solchen Objektlöschanlage auch nur maximal
eine Flaschenfüllung, d. h. 80 Liter Wasser verbraucht werden,
findet eine „Verunreinigung“ der Brandstelle lediglich
durch eine Auswaschung der Fettdämpfe und des Brandrauchs statt.
Diese Auswaschung kann im Hinblick auf den Personschutz und die Sicherung
der Flucht- und Rettungswege durchaus als positiver Nebeneffekt betrachtet
werden.
In der Regel beschränken sich Reinigungsarbeiten jedoch auf das
Trocknen der beaufschlagten Oberflächen.
Auch eventuell durchfeuchtete, elektronische Regel- und Steuerbauteile
werden durch den Wassernebel nicht beeinflußt und sind nach
einer Trocknung wieder einsatzbereit. |
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